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Antirassismus

Das Eine Welt Netzwerk Hamburg setzt sich dafür ein, dass Rassismus, sei er gesetzlicher, gewalttätiger oder subtiler Art, abgeschafft bzw. abgebaut wird. Rassimus ist auch in Deutschland und in der Eine-Welt-Szene vorhanden - kein Wunder in einer postkolonialen, postfaschistischen Gesellschaft. Einige Ausführungen dazu finden sich in dem Bericht über Deutschland des UN-Sonderberichterstatters im Jahr 2010.
Das Eine Welt Netzwerk Hamburg findet es wichtig, sich aktiv und bewußt damit auseinanderzusetzen. Auch bei Menschen, die bereits ein Gefühl für ein gleichberechtigtes Miteinander entwickelt haben, setzt sich bei genauerer Betrachtung rassistisches Denken und Handeln mit seinen Vorurteilen, Herrschaftsansprüchen und verborgenen Bildern fort. Das Erkennen von rassistischen Denk- und Gefühlsmustern und ihre Prägung auf Persönlichkeit und Gesellschaft ist eine der Grundlagen, um antirassistische Handlungskonzepte zu entwickeln.
Das Eine Welt Netzwerk Hamburg versucht, sich transnational/interkulturell zu öffnen, bietet Anti-Rassismus-Trainings an und informiert in Broschüren und auf Veranstaltungen zum Thema.

Broschüre "Mit kolonialen Grüßen..."

Der Verein glokal hat die Broschüre “Mit kolonialen Grüßen… Berichte und Erzählungen von Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet" [pdf] herausgebracht. Sie bietet einen Einstieg für Menschen, die sich Gedanken darüber machen wollen, inwiefern ihre Wahrnehmungen und Berichte über den globalen Süden in koloniale und rassistische Strukturen verwickelt sind.
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White Charity

Werbeplakate von entwicklungspolitischen Organisationen wie 'Brot für die Welt', 'Welthungerhilfe', 'Kindernothilfe' oder 'Care' prägen das Bild auf Straßen, Plätzen, in Bahnhöfen und U-Bahnen in Deutschland. Der Film "White Charity" von Carolin Philipp und Timo Kiesel ist eine Auseinandersetzung mit Rassismus in Bildern, vor allem in der Spendenwerbung aus postkolonialer Perspektive.
 

Wer anderen einen Brunnen gräbt...

Der Berliner Entwicklungspolitische Ratschlag (BER) hat interessante Artikel zum Thema Rassismus und Empowerment im Globalen Kontext veröffentlicht. Hierbei stehen Entwicklungszusammenarbeit und internationale Freiwilligendienste in der Kritik, während gleichzeitig ein Auge auf Postkolonialismus und strukturellen Rassismus in unserer Gesellschaft geworfen wird.
Die Broschüre kostet 8 Euro und kann auf der BER-Website bestellt werden.

Eingreifen statt wegsehen!

Die Mobilen Beratungsteams und Beratungsprojekten für Opfer rechter Gewalt haben einen Appell gegen Rechtsextremismus und Rassismus [pdf] verfasst. Sie fordern eine Umkehr in der Politik staatlicher Behörden gegen Rechtsradikalismus. Das Eine Welt Netzwerk Hamburg hat den Appell mitunterzeichnet. Mobile Beratungsteams und Opferberatungsprojekte beraten und begleiten Opfer rechter Gewalt, Kommunen und Zivilgesellschaft. Auch wenn sie seit Jahren vor der Gewalt von Neonazis und rassistischen GelegenheitstäterInnen warnen, seien sie geschockt von dem Ausmaß an Ignoranz und Verharmlosung staatlicher Stellen angesichts der kürzlich bekannt gewordenen rassistischen Mordserie. Der Aufruf fordert eine Zäsur im Umgang mit der extremen Rechten.

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Petition gegen 'Racial Profiling'!

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und das Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung (BUG) haben eine Petition gegen das 'Racial Profiling' in der Polizeiarbeit beim Petitionsausschuss des deutschen Bundestages vorgelegt, die jeder/jede unterzeichnen kann. Wenn die Grenze von 50.000 Unterschriften erreicht ist, können die Organisationen das Anliegen dem Bundestag persönlich vortragen. Gefordert werden Maßnahmen, um Diskriminierung durch „Racial/Ethnic Profiling“ zu beenden. Verdachtsunabhängige Polizeikontrollen, die dem Gleichberechtigungsgesetz widersprechen, sollen abgeschafft und für rechtswidrig erklärt werden.
 

Öffentlichkeitsarbeit im interkulturellen Kontext

Wie kann Öffentlichkeitsarbeit in einer Einwanderungsgesellschaft aussehen? Auf einem Fachtag der Diakonie Hamburg, auf dem über diese Fragen diskutiert wurde, entstand die Idee, Material zusammenzustellen, das sich mit Bildersprache – Sprache und Bildern – auseinandersetzt. Das Ergebnis dieses Sammelns steht in der Broschüre "Werbung mit Hintergedanken - Öffentlichkeitsarbeit im interkulturellen Kontext" [pdf].
 

Checkliste zur Vermeidung von Rassismen

Wer gibt und wer nimmt? Wer spricht? Und über wen wird gesprochen? Die Öffentlichkeitsarbeit entwicklungspolitischer Initiativen reproduziert oft Stereotype und Rassismen. Um das zu vermeiden hat die AG Antirassismus des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags (BER) eine Liste mit hilfreichen Anregungen zusammengesellt. Die Checkliste [pdf] zur Vermeidung von Rassismen in der entwicklungspolitischen Öffentlichkeitsarbeit ist als Anhang zu der Broschüre "Von Trommlern und Helfern" erschienen.
vermeiden.

"Learning to be white"

Der Verein Phoenix – Für eine Kultur der Verständigung leitet Anti-Rassismus-Traingings für weiße TeilnehmerInnen an, die das Eine Welt Netzwerk seit 2007 anbietet. Das Anti-Rassismus-Training hilft, die Eingebundenheit der eigenen Persönlichkeit in rassistische Denk- und Gefühlsmuster zu erkennen und einen Bogen zu schlagen zu der rassistischen Prägung in der Sozialisation. Darüber hinaus veranstaltet der Verein Phoenix auch Schwarze-Bewußtseins-Trainings, an denen schwarze Deutsche, MigrantInen, AsylbewerberInnen teil, Menschen deren persönliche Biografien z. B. nach Afrika, Asien, der Türkei, dem Pazifik zurückweisen, Menschen, die in Deutschland rassistische Erfahrungen machen.
2010 erhielt der Verein den Aachener Friedenspreis.

Broschüre "Von Trommlern und Helfern"

Weder die entwicklungspolitische Theorie noch die Praxis ist frei von stereotypen Bildern und Rassismen. Wie ist das Verhältnis des „Gebers“ zum „Nehmer“, des „Helfers“ zum „Hilfsbedürftigen“, der „Entwickelten“ zu den „Unterentwickelten“? „Von Trommlern und Helfern“ nimmt in erster Linie die entwicklungspolitischen Aktivitäten der Nichtregierungsorganisationen in den Blick.

Die Broschüre soll zum Nachdenken anregen und nicht Vorwürfe erheben oder sich mit dem moralischen Zeigefinger über die Praxis der vielen Engagierten stellen. Sie soll Lust machen, sich aktiv damit auseinanderzusetzen, wie rassistische Strukturen sich auch in den eigenen Projekten widerspiegeln – und wie sie überwunden werden können!

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Links

iMiR - Institut für Migrations- und Rassismusforschung

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD)

Flüchtlingsrat Hamburg

NeRaS - Netzwerk erforscht und bekämpft Rassismus an Schulen

Nachhilfe in Weißsein von Noah Sow

White Charity

der braune mob e.V.

Tagungsdokumentation „Normalität und Alltäglichkeit des Rassismus“ [pdf]