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Stadtrundgänge

Hafenrundfahrten und Stadtrundgänge zu Kolonialismus, Migration und Globalisierung

Als größte deutsche Hafenstadt und „Tor zur Welt“ des Kaiserreichs wurde Hamburg zur Drehscheibe des deutschen Kolonialreichs in Afrika und Asien. „Kolonialwaren“, aber auch Menschen aus den Kolonien fanden ihren Weg in die Hafenstadt. Hamburger Initiativen begeben sich auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit und der aktuellen Globalisierung.

Das gesamte Programm als PDF

Achtung! Bis auf "Daheim in der Fremde" entfallen 2010 alle anderen Stadtrundgänge!

Termine 2010

Alle Stadtrundgänge 2010 in der Übersicht.

Daheim in der Fremde - Einwanderung nach St. Pauli und Altona

Die Entwicklung Altonas zur zweitgrößten dänischen Stadt, St. Paulis Ruf als berühmtester Hamburger Stadtteil: Mehr als 400 Jahre Einwanderung haben hier Spuren hinterlassen. Ob chinesische Matrosen im „China Town“ nahe der Grenze nach Altona oder Religionsflüchtlinge wie z.B. die Mennonitengemeinde in der Großen Freiheit - MigrantInnen aus aller Welt haben diesen beiden Orten ihren Stempel aufgedrückt. Zwischen Königstraße, Paul-Roosen-Straße und Elbufer geht dieser Rundgang der Einwanderungsgeschichte und -gegenwart nach.

Sklaven, Schnaps und Schokolade

Wandsbek im kolonialen Dreieckshandel

Unter Heinrich Carl Schimmelmann, der 1762 das Gut Wandsbek erwarb, wurde Wandsbeks Wirtschaft auf den transatlantischen „Dreieckshandel“ ausgerichtet. Wandsbeker Textilbetriebe produzierten „Negertuch“, das zum Kauf von Sklaven nach Westafrika exportiert wurde. Auf den dänischen Jungferninseln in der Karibik mussten diese Sklaven für Schimmelmann Zucker und Baumwolle anbauen, Rohstoffe für seine Manufakturen in Holstein und Dänemark. Wir folgen den Spuren des „Schimmelmannschen Wirtschaftskreislaufes“ und gehen der Frage nach, wie mit dem kolonialen Erbe heute umgegangen wird.

Zwischen Völkerschau und Tropeninstitut

Hamburgs Kolonialgeschichte: Hafenrand zwischen St. Pauli und Neustadt

Englische Tuchimporteure, portugiesische Zuckerbarone und preußische Sklavenhändler machten Hamburgs Neustadt seit dem 17. Jahrhundert zur Drehscheibe im aufblühenden Welthandel. Später wurde auch die benachbarte Vorstadt St. Pauli von Hamburgs Entwicklung zum „Tor zur Welt“ erfasst. Tropeninstitut und Deutsche Seewarte siedelten sich auf der „Hafenkrone“ an, am Spielbudenplatz und auf dem „Dom“ wurden exotische Fantasiewelten inszeniert. Bismarckdenkmal und eine Gedenktafel im Michel unterstrichen Hamburgs Rolle als Kolonialmetropole. Vom „Hafenbüro“ in der Neustadt aus organisierten aber auch schwarze Seeleute den internationalen Kampf gegen Rassismus und Ausbeutung.

Branntwein, Bibeln und Bananen

Hamburgs Kolonialgeschichte: Von der Börse zur Speicherstadt

Als „Tor zur Welt“ wurde Hamburg mit seinem Hafen im 19. Jahrhundert zur Metropole des deutschen Kolonialreichs in Übersee. Zwischen City und Hafenrand erzählen die Börse, alte Speicher, Kontorhäuser, Hafenanlagen, Kirchen und Denkmäler Geschichten von Schnapsexporten nach Afrika, von hanseatischer Kanonenbootpolitik, von „Deutschen Kamerunbananen“ und vom Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama in „Deutsch-Südwestafrika“.