Aktionsbündnis Hamburg mal fair
Das Aktionsbündnis „Hamburg mal fair“ setzt sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Ländern des Südens ein und informiert über den Fairen Handel. Schwerpunkt im Jahr 2008 ist der Textilhandel, in den Jahren davor standen die ungerechten Bedingungen bei der Produktion von Schokolade und Fußbällen im Mittelpunkt. Auf der Website des Aktionsbündnisses finden sich Informationen zum jeweiligen Thema, Bildungsangebote und Mitmachaktionen.
hamburg mal fair - 2008
Kleidung zum Wohlfühlen ist aus biologisch angebauter Baumwolle, fair verarbeitet und fair gehandelt.
Wir tragen sie wie unsere zweite Haut und wollen uns darin wohlfühlen: Kleidung. Im Verbrauch von Textilien sind die Deutschen Weltmeister. Dabei ist Kleidung aus Baumwolle alles andere als anziehend. Der enorme Pestizideinsatz auf den Baumwollfeldern in Asien, Afrika und Lateinamerika macht das weiße Gold zur dreckigsten Pflanze der Welt. Die Pflanzengifte gefährden die Gesundheit von Bäuerinnen und Erntehelfern. Unzureichende Löhne und miserable Arbeitsbedingungen kennzeichnen den Produktionsalltag in der Textilindustrie. Fehlendes Verantwortungsgefühl bei Herstellern und Händlern drücken die Preise immer weiter und lassen keine Verbesserung zu. Die Aktion „hamburg mal fair“ klärt über diese Verhältnisse auf und beweist, dass es anders geht mit einem fair gehandelten Hamburg-Shirt aus Bio-Baumwolle und sozial gerechter Produktion.
hamburg2007malfair Schokolade - zart, mit bitterem Nachgeschmack
Schokolade versüßt unser Leben hier. In der Karibik aber und in Westafrika, wo die Kakaobohne angebaut wird, verursacht sie bittere Not. Sie wird unter unmenschlichen Bedingungen angebaut, mit Hilfe von Ausbeutung, schlimmster Kinderarbeit bis hin zu Menschenhandel und Sklaverei. Ihr Preis schwankt so stark, dass die Kakaobauern kein gesichertes Einkommen zum Leben haben und ihre Kinder auf den Kakaoplantagen hart mitarbeiten müssen.
Doch der verstärkte Absatz von fair gehandelten Kakaoprodukten kann den Teufelskreis aus Preisdruck und Verarmung in den Anbauländern durchbrechen. Mit dem Kauf fair gehandelter Schokolade kann jeder seinen Beitrag dazu leisten, dass Bauern und Plantagenarbeiter wieder angemessen bezahlt werden. Nur wer satt wird, kann auf die Arbeitskraft seiner Kinder verzichten und sie zur Schule schicken. Und nur, wenn die Kinder lesen und schreiben lernen, haben sie später eine Chance auf ein besseres Leben.
hamburg2006malfair Das Spiel ist aus... aber der Ball rollt weiter.
Bei vielen Aktionen wurden während des ganzen Jahres 2006 rot-weiße Hamburg-Fußbälle in Hamburg und Umgebung ins Spiel gebracht. Die Bälle kamen aus Sialkot, der Welthauptstadt der Fußballproduktion in Pakistan - als Botschafter des Fairen Handels.
Mit dieser gemeinsamen Aktion von Hamburger entwicklungspolitischen Organisationen und dem Hamburger Senat sollte auf die Produktionsbedingungen in der Fußballindustrie aufmerksam gemacht und das öffentliche Bewußtsein für mehr soziale Gerechtigkeit geschärft werden. Denn mit einer Kaufentscheidung für fair gehandelte Fußbälle kann ein Beitrag geleistet werden zur Verbesserung der Situation der Fußballnäherinnen und -näher in Pakistan.
