Deutscher Entwicklungstag in Hamburg
Am 25. Mai findet unter dem Motto "Dein Engagement. Unsere Zukunft" in allen 16 Bundesländern der Erste Deutsche Entwicklungstag (DET) statt. Auch in Hamburg nehmen Mitgliedsgruppen des Eine Welt Netzwerks Hamburg und viele andere Akteure teil: DET-Programm in Hamburg. Mit der Veranstaltung soll das entwicklungspolitische Engagement der jeweiligen Stadt und Region sichtbar gemacht werden und zugleich eine besondere Anerkennung erhalten. Das ist eine schöne Idee. Gleichwohl kritisieren das Eine Welt Netzwerk Hamburg und zahlreiche andere zivilgesellschaftliche Organisationen Planung wie Umsetzung des DET 2013.
Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“
Noch bis Juni zeigt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“. Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien leisteten im Zweiten Weltkrieg freiwillig oder zwangsrekrutiert Militär- und Arbeitsdienste für die kriegführenden Kolonialmächte. Weite Teile der Welt – von der lateinamerikanischen Küste über Nordafrika und den Nahen Osten bis nach Indien, Südostasien und Ozeanien – dienten als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet zurück. In der weiß-europäischen Geschichtsschreibung und der öffentlichen Wahrnehmung des Zweiten Weltkriegs sind diese Aspekte und die damit verbundenen Schicksale und Lebensrealitäten fast vergessen.
Develop-mental Turn
Der Berliner Entwicklungspolitische Ratschlag (BER) hat die rassismuskritische Broschüre "Develop-mental Turn" herausgebracht. Das Heft ist eine Neubearbeitung von "Trommlern und Helfern" (2007) und bietet neue Beiträge zu einer rassismuskritischen entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit. Die Broschüre kostet 10 Euro und kann unter www.ber-ev.de/bestellungen bestellt werden. Weder die entwicklungspolitische Theorie noch die Praxis ist frei von stereotypen Bildern und Rassismen. Die Broschüre „Develop-mental Turn“ macht deutlich: Es bedarf einer grundlegenden Reflexion und Veränderung der Entwicklungspolitik in Bezug auf Rassismus.
Ringvorlesung zu Entwicklungspolitik
Am Dienstag, den 30. April startet die Vorlesungsreihe "Der Streit um die Entwicklungspolitik - Wie Entwicklungspolitik in den politischen Parteien gemacht wird". An zehn Abenden wird der Frage nachgegangen, wie sich die Parteien für entwicklungspolitische Themen einsetzen. Die Vorlesungen der SID Chapter Hamburg und des Eine Welt Netzwerk Hamburg finden alle dienstags an der Universität Hamburg im Hörsaal 221 der ESA 1 West (2. Stock), Edmund-Siemers-Allee 1, statt. Die Termine und nähere Infos zu den Vorlesungen finden sich hier: Programm Ringvorlesung SoSe 2013
(D)EINE WELT im Container auf der igs
In Wilhelmsburg öffnet die Internationale Gartenschau (igs) vom 26. April bis zum 13. Oktober ihre Pforten. Das Eine Welt Netzwerk Hamburg bietet dort Räume für entwicklungspolitische Themen an. In den 171 Tagen werden über 2, 5 Millionen BesucherInnen erwartet. In zwei großen, hellen Containern in der „Welt der Häfen“ können Vereine und Initiativen ihre Ausstellungen zeigen, Aktionstage veranstalten oder Informationen auslegen: Ausstellungsprogramm April bis Oktober 2013 [pdf]. Das Eine Welt Netzwerk Hamburg sucht für die Aktivitäten auf der Gartenschau:
- Gruppen, die Interesse haben, sich und ihre Arbeit vorzustellen,
- Ehrenamtliche, die nach einer Kurzqualifizierung eine Zeit lang die Container betreuen.
PromotorInnenprogramm in Hamburg
Das Eine Welt Netzwerk Hamburg hat zwei (Teilzeit-)Stellen für FachpromotorInnen im Bereich Globales Lernen und für den Fairen Handel beantragt. Die beiden Stellen sind Teil des bundesweiten PromotorInnenprogramms, das die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl) beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eingebracht hat.
Bildung für nachhaltige Ungleichheit?
Der Berliner Verein glokal e.V. hat die Broschüre "Bildung für nachhaltige Ungleichheit?" veröffentlicht. Sie setzt sich kritisch mit entwicklungspolitischen Bildungsmaterialien aus Deutschland auseinander und analysiert anhand postkolonialer Fragestellungen über 100 Methodenhefte. Die HerausgeberInnen kommen zu dem Schluss, dass "die entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit ihrer aktuellen Praxis sowohl in Bezug auf die deutsche Migrationsgesellschaft als auch im globalen Kontext zur Stabilisierung von Ungleichheitsverhältnissen beiträgt". Außerdem enthält die Publikation noch eine Praxishilfe für die eigene Analyse von Bildungsarbeit sowie Literaturempfehlungen.
Hafen- und Stadttouren Programm 2013
Galão, Gummi und andere Geschichten der Globalisierung: Das Eine Welt Netzwerk Hamburg und fünf weitere Initiativen begeben sich wieder auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit und der aktuellen Globalisierung – zu Fuß, auf Rädern und auf der Hafenbarkasse. Stadtrundgänge zu neun verschiedenen Themen, eine Fahrradtour durch Wilhelmsburg und Hafenrundfahrten zu acht Aspekten des Hafens: Bis Ende Oktober bieten die Initiativen insgesamt rund 50 Veranstaltungen an.
Bessere Förderung von Aktionsgruppen
Steter Tropfen höhlt den Stein: Einzelne Landesnetzwerke und die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke (agl) haben sich schon eine Weile für eine niedrigeschwellige Förderung eingesetzt. Nun hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Förderzuschüssen des Aktionsgruppenprogramm (AGP) erhöht. Zweimal im Jahr können Projekte der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit mit bis zu 2000 Euro bezuschusst werden. Einen Eigenanteil müssen die Schulen, Initiatven und Kitas aber nach wie vor aufbringen. Mehr zur Förderung für kleine Projekte der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit bei Engagement Global gGmbH.
VENRO-Standpunkt zur Bundestagswahl
"Die Welt von morgen – gerecht, global, gemeinsam" [pdf]: Unter diesem Titel hat der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) einen Standpunkt zur Bundestagswahl 2013 veröffentlicht. Das Papier befasst sich mit den aktuellen entwicklungspolitischen Herausforderungen und erläutert, welche Politikansätze und Reformen aus seiner Sicht erforderlich sind, um ökologische und soziale Gerechtigkeit weltweit zu verwirklichen.


